Inhalt
Als im März/April 1945 Hitlers Großdeutsches Reich immer kleiner wurde, trieben die NS-Schergen Tausende ungarische Juden auf tagelangen 'Todesmärschen' quer durch Österreich in das Konzentrationslager Mauthausen und viele Nebenlager. Fünf Autoren aus dem Großraum Steyr haben das bisher kaum erforschte Schicksal dieser Menschen thematisiert. Aus vielen Einzelinformationen entstand ein fast einheitliches Bild der Todesmärsche durch Oberösterreich. So zogen durch das Ennstal ein großer Transport und mindestens vier kleinere Kolonnen. Für den Raum Steyr-Sierning gelang es, das Rätsel um das Massengrab zu lösen. Die Autoren interviewten zahlreiche Zeitzeugen. Einige davon, damals noch Kinder, hatten noch nie öffentlich über ihre Beobachtungen gesprochen. Im Mittelpunkt des Buchs stehen auch jene Bürger, die Zivilcourage bewiesen. Es waren meist Frauen, die trotz strikten Verbots und persönlichen Risikos die Qualen der Gepeinigten zu lindern versuchten. Weiters im Fokus stehen Täter aus den Reihen der Zivilbevölkerung. Welche Auswirkungen haben Ereignisse des Nationalsozialismus auf nachfolgende Generationen? Was ist notwendig, um eine Gedenkkultur neuen Formats und ein neues Handeln zu ermöglichen? Auch diesen Fragen stellen sich die Autoren.



Bibliografische Daten

Ines Bernt-Koppensteiner (Hg.): nirgendwohin - Todesmärsche durch Oberösterreich 1945. Eine Spurensuche in die Zukunft
ISBN: 978-3-85068-954-0
Format: 24,5 x 17 cm
Umfang: 468 Seiten
gebunden
Preis: €(A/D) 34,00 CHF 47,90





Autorenporträts:

Bernt-Koppensteiner, Ines
Zeithistorikerin, geboren 1950, war von 1973 bis 2010 Geschichtelehrerin am BRG Steyr. Arbeiten über Migration und Oktoberstreik, Biographie einer Prager Jüdin in der UdSSR. Mit-Autoren des Buchs sind der Theologe und Musiker Fritz Käferböck-Stelzer sowie die Pädagogen Waltraud Neuhauser (Steyr), Erwin Dorn (Traun) und Alexander Schinko, Jugendzentrumsleiter und Mitbegründer der Plattform 'Wider das Vergessen Ansfelden'. Waltraud Neuhauser, geboren 1954, ist Mitkuratorin der im Oktober 2013 eröffneten Gedenkstätte 'Stollen der Erinnerung' in Steyr sowie Autorin lokalhistorischer Publikationen zur NS-Zeit.

Dorn, Erwin
Geb. 1954, Projektentwickler im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Linz09, Mitinitiator des Projekts "Gerettete Familiengeschichten", Mitbegründer des Vereins KUKUSCH (Kunst und Kultur an Schulen). Er unterrichtet Geschichte, Deutsch und Darstellendes Spiel am BRG Traun und am Oberstufenrealgymnasium der Evangelischen Kirche in Steyr.

Käferböck-Stelzer, Fritz
Geb. 1963, Theologe und Musiker, seit 1990 Betriebsseelsorger Linz-Land im Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf. 1988 Zivildienst im "Projekt Friedensdienst" in Freistadt, Mitorganisator der Gedenkveranstaltungen zu den Todesmärschen in Ansfelden, Gedenk- und Erinnerungsarbeit seit 1988.

Neuhauser-Pfeiffer, Waltraud
Geb. 1954, Mitkuratorin der Gedenkstätte "Stollen der Erinnerung" in Steyr, Mitarbeiterin im Mauthausen Komitee Steyr von 1988 bis 2013, lokalhistorische Forschungen und Publikationen zur jüdischen Geschichte, NS-Zeit und Migration. Sie unterrichtet Geschichte, Französisch und Darstellendes Spiel an der HLW Steyr und am Oberstufenrealgymnasium der Evangelischen Kirche in Steyr.

Schinko, Alexander
Geb. 1973, Mitbegründer der Plattform "Wider das Vergessen Ansfelden", seit 1997 Mitorganisator der Gedenkveranstaltungen zu den Todesmärschen durch Ansfelden. 1995 Zivildienst in der Gedenkstätte Mauthausen. Hauptschullehrer für Deutsch und Geschichte, seit 2010 Jugendzentrumsleiter.

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